Zum Ausbau des Großkraftwerkes in Mannheim

November 29, 2007

Hintergundinfos:

  • GKM (Großkraftwerk):
    • Eigentümer: RWE 40%, EnBW 32%, MVV 28%. Mit Jahresumsatz der MVV Energiegruppe von 2,3 Mrd Euro und ~6300 MitarbeiterInnen größtes börsenorientiertes Stadtwerk-Netz Deutschtlands.
      • Beteiligungen MVV: GKM AG 28%, Fernwärme Rhein-Neckar GmbH 50%, Zweckverband Wasserversorung Kurpfalz 51%, European Energy Exchange Leipzig 0,75%
      • Beteiligte an MVV: Stadt Mannheim 50,1% (indirekt), EnBW 15,1%, RheinEnergie AG 16,1% (Stadtwerke Köln), Streubesitz 18,7%
    • Betriebsrat: Ver.di
  • Vorhaben: Bau des Block 9, ein Steinkohlekraftwerk mit einer Leistung von 900 MW als Ersatz für Block 2 und Block 3 (jeweils 200 MW), wobei einer der Blöcke nur als Ersatzblock benutzt wurde und die meiste Zeit nicht in Betrieb war! Das ergibt eine Erweiterung um 700 MW!
  • Zeitplan: Zum Scoping-Termin (Teil des Genehmigungsverfahrens für Großproekte zur Sondierung der Erfolgsaussichten einer späteren Anlageerlaubnis) können Gutachter, Umweltverbände, betroffene Privatpersonen und andere Behörden hinzugezogen werden!
    • Antragsstellung: Januar 2008 (nach dem Bundesemissionsgesetz nicht vereinbar!)
    • Vorraussichtl. Baubeginn: 2009 (Je später der Bau genehmigt wird, desto teurer wird es, da die Emissionszertifikate nur noch bis 2012 umsonst sind)
    • Vorraussichtl. Fertigstellung: 2013

Gegenargumente:

  • Fossile Großkraftwerke (Grundlastkraftwerke) sind nicht klimafreundlich, da nicht flexibel (müssen ständig in Betrieb sein)
  • Erweiterung um 700 MW entspricht einem Zuwachs an CO2 von 3 – 3,5 Mio Tonnen pro Jahr. (Das entspricht etwas dem Ausstoß von ganz Mannheim pro Jahr.)
  • CO2-Ausstoß wird definitiv erhöht; Keine unterirdische CO2-Auffangstation in Planung!
  • Sehr Geringe Effizienz von 35% bis maximal 40% bei Stromgewinnung aus Kohle (Beispiel: Effizienz eines Gaskraftwerkes von 60%)
  • Fernwärme schon im aktuellen Zustand ausreichend!
  • Letztendlich wären nach dem Bau aber noch weniger Arbeitsplätze als vorher zur Verfügung, da noch mehr per Computer geregelt wird.
  • Fazit: Klimaschutzziele der Bundesregierung können mit Neubau von KKWs nicht erreicht werden!

Alternativen:

  • Ausbau erneuerbarer Energien
  • Energiesparen durch Dämmung, Reduzierung des Verbrauchs etc.
  • Schaffung kleinerer Energiegewinnungs-Einheiten
  • Blockheizkraftwerke, Kraft-Wärmekopplung
  • …eine andere Politik!

Forum

November 28, 2007

Hier der Link zum internen Forum (Passwortgeschützt):

http://www.carookee.com/forum/Klima-AG-HD


Geschützt: Kleine Umstrukturierung

November 20, 2007

Dieser Artikel ist durch ein Passwort geschützt.
Um ihn anzusehen, trage es bitte hier ein:


Follow

Bekomme jeden neuen Artikel in deinen Posteingang.